Im April 2025 endet der offizielle Support für Ubuntu 20.04 LTS (Long Term Support) Server. Das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt keine Sicherheitsupdates, Fehlerbehebungen oder technische Unterstützung mehr für diese Version zur Verfügung stehen. Dies stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, insbesondere wenn dein Unternehmen auf dieser Version arbeitet. Der Wechsel (Upgrade) zu einer neueren Version ist daher nicht nur empfehlenswert, sondern dringend erforderlich, um weiterhin von Support und regelmäßigen Updates zu profitieren. Ein vollständiges Backup vor dem Upgrade ist dringend zu empfehlen, um Datenverlust zu vermeiden.
In diesem Artikel erfährst du, warum es wichtig ist, jetzt zu handeln, wie du den Upgrade-Prozess korrekt durchführst und welche wichtigen Schritte du dabei beachten solltest.

Sobald der Support für eine Version von Ubuntu endet – Was du tun musst
Sobald der Support für eine Version von Ubuntu endet, erhältst du keine Updates mehr. Das betrifft sowohl sicherheitsrelevante Updates als auch Fehlerbehebungen. Dies stellt ein großes Risiko dar, da dein Server anfällig für Angriffe oder Systemausfälle wird. Backup-Strategien sind daher ein Muss, um das Risiko von Datenverlust zu minimieren.
Ein Upgrade auf eine neuere Version, wie Ubuntu 22.04 LTS, ist jetzt dringend erforderlich. Diese Version bietet nicht nur verbesserte Sicherheitsfunktionen, sondern auch langfristigen Support bis 2032. Um die neuesten Funktionen und optimierte Leistung zu erhalten, solltest du auch in Betracht ziehen, direkt auf Ubuntu 24.04 LTS zu upgraden.
Warum das Upgrade wichtig ist
Das Ende des Support-Zeitraums für eine Ubuntu-Version bedeutet, dass keine neuen Updates oder Backups mehr verfügbar sind. Dein Server bleibt ungeschützt, da keine Sicherheitslücken mehr geschlossen werden. Das Upgrade zu einer neuen LTS-Version schützt deine Infrastruktur vor möglichen Angriffen.
Schritt 1: Vorbereitung des Servers
Bevor du mit dem Upgrade beginnst, gibt es einige wichtige Schritte, die du durchführen solltest, um sicherzustellen, dass der Prozess reibungslos verläuft und du im Falle eines Problems wieder auf den vorherigen Zustand zurück kehren kannst.
1.1 Backup erstellen
Ein vollständiges Backup deines Systems ist unerlässlich. Ohne ein Backup riskierst du Daten zu verlieren oder die Integrität deines Systems zu gefährden. Achte darauf, alle wichtigen Dateien, Konfigurationsdaten und Datenbanken zu sichern. Es gibt verschiedene Backup-Strategien, darunter:
- Vollständiges System Backup: Sichert das Gesamte System einschließlich Betriebssystem, Konfigurationen und Daten.
- Dateibasierte Backups: Sichert nur spezifische Dateien oder Ordner, die du für wichtig hältst.
1.2 Snapshot der virtuellen Maschinen
Falls dein Server in einer virtuellen Umgebung läuft, solltest du zusätzlich einen Snapshot erstellen. Snapshots ermöglichen es dir, den Zustand der virtuellen Maschine zu einem bestimmten Zeitpunkt festzuhalten.
So kannst du im Falle eines Problems nach dem Upgrade problemlos zu einem funktionierenden Zustand zurückkehren. Der Snapshot stellt sicher, dass alle Konfigurationen und Daten auf der virtuellen Maschine intakt bleiben.
1.3 Rebootsichere Konfiguration
Stelle sicher, dass deine Server-Konfiguration nach einem Neustart stabil ist. Ein häufig übersehener Aspekt bei Upgrades ist, dass nach dem Neustart nicht alle Dienste korrekt starten, insbesondere bei komplexen Serverumgebungen. Teste daher alle kritischen Dienste und stelle sicher, dass sie nach dem Neustart automatisch gestartet werden, ohne dass manuelles Eingreifen erforderlich ist.
Schritt 2: Aktualisierung auf den neuesten Stand
Bevor du das Release-Upgrade auf eine neuere Version von Ubuntu durchführst, solltest du sicherstellen, dass dein Ubuntu 20.04 Server auf dem neuesten Stand ist. Dies stellt sicher, dass alle bekannten Probleme und Sicherheitslücken behoben sind, bevor du das Upgrade beginnst.
Führe die folgenden Befehle als Root aus, um dein System zu aktualisieren:
apt update && apt dist-upgrade -y && init 6
Dieser Befehl führt ein Update durch, installiert alle verfügbaren Updates und startet den Server neu. Dies ist der erste Schritt, bevor du das Release-Upgrade durchführst.
Schritt 3: Das Release-Upgrade durchführen
Sobald dein System aktualisiert wurde und alle vorherigen Sicherheits- und Software-Updates installiert sind, kannst du das Upgrade auf die neueste Ubuntu-Version durchführen. Führe als Root den folgenden Befehl aus:
do-release-upgrade
Dieser Befehl startet den Upgrade-Prozess. Du wirst aufgefordert, einige Fragen zu beantworten, beispielsweise, ob du bestimmte Konfigurationsdateien überschreiben oder behalten möchtest. Es ist wichtig, diese Fragen sorgfältig zu prüfen, da sie den Verlauf des Upgrades beeinflussen können. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du eine Datei überschreiben oder beibehalten sollst, ist es ratsam, die bestehende Datei zu behalten und die Änderungen später manuell durchzuführen.
Während des Upgrades wird das System die Pakete auf die neueste Version aktualisieren, alle notwendigen Konfigurationsdateien anpassen und den Server für die neue Version vorbereiten.
Schritt 4: Reboots und Dienste überprüfen
Nach dem erfolgreichen Upgrade ist es wichtig, den Server neu zu starten, um sicherzustellen, dass alle Änderungen wirksam werden. Stelle sicher, dass nach dem Neustart alle Dienste korrekt gestartet werden. Überprüfe insbesondere:
- Webserver (Apache, Nginx)
- Datenbanken (MySQL, PostgreSQL)
- E-Mail-Server
- Weitere kritische Anwendungen
Nutze dafür die entsprechenden Befehle, um den Status der Dienste zu überprüfen:
systemctl status <service_name>
Achte darauf, dass alle Dienste wie erwartet laufen und keine Fehler auftreten.
Schritt 5: System auf mögliche Probleme überprüfen
Nachdem der Server wieder vollständig läuft, solltest du noch einmal alle Log-Dateien auf etwaige Fehler oder Warnungen überprüfen. Die wichtigsten Log-Dateien findest du unter:
- /var/log/syslog – Allgemeine Systemprotokolle
- /var/log/dpkg.log – Protokolle der Paketinstallation und -aktualisierung
- /var/log/auth.log – Authentifizierungsprotokolle
Unterstützung bei der Planung und Durchführung des Upgrades
Das Upgrade von Ubuntu-Versionen kann für Unternehmen, die auf ihre Server angewiesen sind, eine komplexe Aufgabe darstellen. Insbesondere in größeren Infrastrukturen oder bei virtuellen Maschinen sind viele Faktoren zu berücksichtigen, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
Bei ADMIN INTELLIGENCE bieten wir umfassende Unterstützung und Beratung für den Upgrade-Prozess. Wir helfen dir bei der Planung, Durchführung und Nachbereitung des Ubuntu-Release-Upgrades. Dabei sorgen wir dafür, dass deine Server sicher und effizient auf die neueste Version aktualisiert werden, ohne dass es zu längeren Ausfallzeiten kommt.
Unser Support umfasst:
- Detaillierte Planung des Upgrade-Prozesses
- Durchführung von Tests und Validierungen
- Erstellung von Backups und Snapshots
- Unterstützung bei der Konfiguration von rebootsicheren Servern
- Optimierung der Performance nach dem Upgrade
- Kontaktieren Sie uns heute noch hier für ein unverbindliches Angebot.
Fazit
Der Support für Ubuntu 20.04 LTS endet im April 2025. Jetzt ist deshalb ein kritischer Zeitpunkt für alle Unternehmen, die noch auf dieser Version laufen. Um sicherzustellen, dass dein Server weiterhin sicher, stabil und leistungsfähig bleibt, ist es jetzt an der Zeit, auf Ubuntu 22.04 LTS oder sogar auf die kommende Ubuntu 24.04 LTS zu upgraden.
Achte darauf, dass du vor dem Upgrade ein vollständiges Backup machst, einen Snapshot deiner virtuellen Maschine erstellst und sicherstellst, dass deine Konfiguration nach dem Neustart reibungslos funktioniert. Bei ADMIN INTELLIGENCE stehen wir dir bei jedem Schritt des Prozesses zur Seite, um sicherzustellen, dass der Übergang so sicher und effizient wie möglich verläuft.
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