Das neue Update von Proxmox Backup Server (PBS) 4.2 wurde veröffentlicht und bringt unter anderem Debian 13.4, Linux Kernel 7.0 und ZFS 2.4 sowie erweiterte S3-Unterstützung. Die Aktualisierung erfolgt unkompliziert über die Kommandozeile mittels APT-Befehlen.
Neuerungen in PBS 4.2
Das Release 4.2 vom 29. April 2026 fokussiert sich auf Performance, Sicherheit und Enterprise-Funktionen. Das zugrundeliegende Betriebssystem wurde auf Debian 13.4 „Trixie“ aktualisiert. Als neuer Standard-Kernel kommt Linux 7.0 zum Einsatz, wodurch die Hardwareunterstützung weiter optimiert wird. Für das Speichermanagement ist das bewährte ZFS in der Version 2.4 integriert.
Die Organisation von Backups wurde flexibilisiert. Administratoren können nun Backup-Gruppen und Namespaces innerhalb desselben Datastores nahtlos an andere Orte verschieben. Sperrmechanismen auf Gruppen-Ebene stellen dabei sicher, dass die Datenkonsistenz während der Reorganisation erhalten bleibt.
Synchronisations-Jobs (Sync Jobs) profitieren von signifikanten Leistungs- und Sicherheitsupdates. Push-Jobs lassen sich ab sofort so konfigurieren, dass Snapshots vor der Übertragung an externe Server serverseitig ver- und entschlüsselt werden. Zudem werden Sync-Jobs durch sogenannte Worker-Threads nun parallel verarbeitet, was den Durchsatz in Netzwerken mit hoher Latenz spürbar steigert. S3-kompatible Object Stores sind jetzt offiziell als Backend unterstützt und bieten integrierte Statistiken zur Traffic-Überwachung.
Update auf Version 4.2
PBS aktualisieren
Ein Update auf die neueste PBS-Version erfordert Administratorrechte (Root-Zugriff) und eine SSH-Verbindung zum Server. Es wird stets empfohlen, vorab ein Backup der Konfigurationsdateien zu erstellen.
Sollte das System bereits auf der Hauptversion 4.x laufen, können Sie das Update auf Version 4.2 mit den üblichen Linux-Befehlen über die Kommandozeile einspielen.
Starten Sie das Update der Paketlisten mit apt update.
Führen Sie die Systemaktualisierung mit dem Befehl apt dist-upgrade durch.
Wenn Sie noch eine veraltete Installation (Proxmox Backup Server 3.x) betreiben, müssen Sie ein In-Place-Upgrade auf die Version 4 vornehmen. Nutzen Sie dafür zwingend das Kommando pbs3to4 –full, welches das System auf potenzielle Fehlerquellen vor dem Wechsel prüft. Wie genau das funktioniert habe ich hier im Blog erwähnt. Im Anschluss müssen die Repositories auf Debian „Trixie“ umgestellt und die Updates installiert werden. Ein Neustart des Systems wendet den neuen Linux-Kernel an.
Für weitere Informationen zu Proxmox-Infrastruktur, Backup-Strategien und verwandten Themen besuchen Sie unseren Blog. Gerne helfen wir ihnen bei ihrer Promox Umgebung
